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Alpinmesse 2017 in Innsbruck

Sa, 11. Nov., 10 – 19 Uhr, So, 12. Nov., 10 – 17 Uhr

Highlights der Alpinmesse 2017

 

 

Canyoning- und Schluchtenführerausbildung 2017

Spannende Wasserstände bei der diesjährigen Canyoningausbildung der Tiroler Schluchtenführer verlangten von den Kandidaten und Ausbildnern viel ab.

Auch heuer war der Kurs mit 25 Teilnehmern komplett ausgebucht. Vom 05.05.-13.05.2017 lernten die Teilnehmer aus Österreich, Deutschland, Slowenien, Schweiz und Italien die Basistechniken und Fertigkeiten zum begehen von Schluchten und Führen von Gästen. Im bewährten System wurden die Techniken am Vorabend im Power Point Vortrag vorgestellt, am nächsten Tag im Trockencanyon geübt und dann in den geeigneten Schluchten umgesetzt.

Wie nach dem ergiebigen Schneefällen am Schluss des Winters zu erwarten war, hatten wir hohe Wasserstände was für interessante Touren sorgte. Somit waren auch Techniken wie lösbare Systeme und Treibanker realistisch anzuwenden. Passend zum Wetter und den Wasserständen konnten wir jeden Tag tolle und abwechslungsreiche Touren begehen. Alpine Touren mit fast 100m hohen Wasserfällen oder aquatische Schluchten mit sportlichen Wasserständen. Das Wildwasserschwimmen auf der Brandenberger Ache konnten wir dieses Jahr bei einem perfekten Wasserstand und einem Traumwetter durchführen. Ein toller Tag der sicher Allen in Erinnerung bleibt.

Die Teilnehmer müssen nun das erlernte vertiefen und in Praktikumstouren anwenden. Zusätzlich findet im Sommer Kurs II statt, in dem spezielle Rettungstechniken und die Erste Hilfe im Canyoning geschult werden. Der Kurs III wird auch dieses Jahr im Tessin stattfinden, dort haben die Kursteilnehmer die Möglichkeit alles erlernte anzuwenden und zu verbessern. Dort findet auch die kommissionelle Abschlussprüfung statt.

Die Ausbildung wurde durchgeführt von Alexander Riml (Ausbildungsleiter), Wille Walter, Thomas Kracker, Gerald Senn, Ewald Holzknecht, Martin Gstrein

Text und Bilder von Alexander Riml www.activsport-alpin.at

 

CANYONING-KOLLEKTION von EDELRID

EDELRID GEHT IN DIE SCHLUCHT

In Zusammenarbeit mit professionellen Canyoning Guides entwickelt überträgt EDELRID seine Bergsportkompetenz ins nasse Element und vervollständigt seine Canyoning Kollektion. Die Produkte sind nicht nur aufeinander, sondern auch auf die Wünsche der Kunden abgestimmt.

Hier gehts zu den Produkten der Canyoning Kollektion von Edelrid
www.edelrid.de/canyoning-kollektion

 

Kann ich auch ohne Guide oder Führer eine Canyoningtour machen?

Auch diese Frage wird immer öfter gestellt und ist auch berechtigt. Trotz aller Neugierde oder Euphorie, ob man das auch alleine  schaffen kann, sollte man sich vorher ein paar wichtige Fragen stellen:
Verfüge ich über die passende Canyoning-Ausrüstung und weiß ich, wie ich damit umgehen muss?
Kenne ich die Canyoning-Seiltechnik/Rettungstechnik, die sich teilweise stark von der alpinen Technik unterscheidet? Habe ich verlässliche Informationen zur Schlucht? (Topographie, Zustieg, Einstieg, Notausstiege, Ausstieg, Handy-Empfang, Schwierigkeitsgrad)
Wie sind meine meteorologischen Kenntnisse bzgl. Wetterveränderungen?
Bin ich auf Überraschungen (z.B. Standplatz ausgebrochen, Verletzung) vorbereitet und kann ich diese Probleme meistern?
Verfüge ich über Basics zum Thema Wasser-Lesen bzw. zur Strömungslehre?
Solltet ihr all diese Fragen stressfrei mit JA beantworten können, dann steht einer Tour auf eigene Faust theoretisch nichts im Wege.
Wir empfehlen euch für die Praxis: Sucht einen Anbieter auf unserer Seite, der Canyoning-Kurse anbietet und baut auf eurem eigenen Level auf. Dann sollte das mit genügend Eigenverantwortung durchaus machbar sein. Ähnlich wie das tausende Skitourengeher jeden Winter in LVS-Kursen machen.
Beispielsweise gibt es in Südfrankreich einige leichte Schluchten die immer wieder von Familien (fast ohne Ausrüstung) durchwandert werden. In solchen Regionen ist der Anteil an Privat-Gehern wesentlich höher als beispielsweise in Österreich, was natürlich schon geologisch bedingt ist.

© Copyright – CAPAU

 

Welche Ausrüstung benötige ich fürs geführte Canyoning?

In der Regel wird die gesamte Ausrüstung vom Anbieter gestellt, das heißt Neopren-Anzug, Neopren-Socken, Canyoning-Schuhe, Gurt und Helm. Sollte euer Anbieter keine Schuhe stellen, empfehlen wir knöchelhohe feste Schuhe, die nicht zu schwer werden, wenn sie nass sind. Unter dem Neopren-Anzug wird für gewöhnlich Badebekleidung getragen, also Badehose oder Bikini/Badeanzug.
Weiters empfehlen wir ein Funktionsshirt. Vorteil: Angenehmer für einen eventuellen Zustieg, etwas wärmer während der Tour und einfach hygienischer.

Hier zur besseren Übersicht noch eine kleine Auflistung der Dinge, die Ihr selbst mitbringen müsst:
– Bikini, Badeanzug, Badehose
– Handtuch
– Falls Kontaktlinsenträger: Reservelinsen, sicherheitshalber aber eine Schwimmbrille, sollte euer Anbieter haben
– Falls nötig Ohrstöpsel für höhere Sprünge, sollte euer Anbieter für euch haben
– wichtige persönliche Medikamente wie z.B. Antiallergikum, Insulin etc.
– kleine Trinkflasche, kein Glas
– kleiner Snack, z.B. Müsliriegel
– Neopren-Unterwäsche oder Funktionshirt, keine Baumwolle

Das sind die wichtigsten Dinge. Erwähnenswert wäre noch eine Helmhalterung für die Actioncam (z.B. GoPro) bzw. den eigenen Helm (bitte beim Guide erfragen, ob euer Helm canyoningtauglich ist).

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