Durch eine Ausbildung zum Canyoning-Guide bzw. Schluchtenführer. Ausbildungen werden in verschiedenen Nationen zu verschiedenen Preisen angeboten. Hier ist teilweise Vorsicht geboten, da immer noch Ausbildungen angeboten werden, die keine Verbandsrücklage und/oder rechtlichen Rückhalt genießen. Das heißt, es könnte im Falle eines Unfalls zu versicherungstechnischen Problemen kommen. Die Befugnis in anderen Ländern, teils auch in anderen Bundesländern, Touren zu führen, kann je nach Ausbildung stark eingeschränkt sein. Wir empfehlen ganz klar eine Ausbildung in einem der Ländervertretungen des Österreichischen-Bergsportführer-Verbands. Weiters besteht für Bergführer (IVBV) der Weg zur Ausbildung zum Schluchtenführer über ein Zusatzmodul.

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Canyoning wird gelegentlich als Fünfkampf der Alpen betitelt: Klettern, Schwimmen, Springen, Rutschen, Abseilen. All diese Disziplinen können im Neoprenanzug anstrengend wirken, da die Bewegungsfreiheit mit Anzug sicherlich als eingeschränkt bezeichnet werden kann. Auch wenn die Palette an Canyoningtouren von leicht bis extrem reicht, ist eine gute physische Konstitution bzw. Grundkondition sicher von Vorteil und lässt die Sache deutlich entspannter angehen. Es ist sicher sinnvoll, dieses Thema vor der Tour mit dem Guide zu besprechen bzw. bei der Tourenplanung zu berücksichtigen.

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Canyoning wird häufig als Extrem-Sportart dargestellt, wie aber bei fast allen anderen Sportarten auch, kann man Canyoning auf einem sehr sicheren Level betreiben.
Wichtig ist hierbei sicher die Frage, ob man an einer geführten Tour mit ausgebildetem Guide teilnehmen möchte oder sich (ohne Guide) mit Freunden an eine Tour wagt. Ersteres ist bis auf objektive alpine Gefahren, wie z.B. Steinschlag, als sehr sicher einzuschätzen. Im Gegensatz hierzu setzen Touren auf eigene Faust ein spezifisches Fachwissen voraus, da sich die Seiltechnik vom Klettern teils stark unterscheidet. Hochwassersituationen stellen zusätzlich eine große Gefahr dar, da es in eng geschnittenen Schluchten häufig schwierig ist, schnell zu entkommen. Auch gruppendynamische Prozesse sind nicht zu unterschätzen, wenn beispielsweise aus immer größerer Höhe gesprungen wird. Hier liegt sicher das größte Reduktionspotenzial für die Unfallstatistik.

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